Der Hort der Grundschule mit dem Sonderpädagogischem Förderschwerpunkt „emotionale und soziale Entwicklung“ in Borgsdorf befindet sich seit 2007 in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes. Besucht wird er von Kindern mit besonderen Bedarfen, denen eine allgemeine Schule nicht gerecht werden könnte. Zu beobachten sind vielschichtige Probleme und massive Verhaltensauffälligkeiten.
Der Hort befindet sich im Gebäude der Grundschule. Drei Gruppenräume wurden gemeinsam mit den Kindern altersgerecht und liebevoll gestaltet. Die Nutzung der Klassenräume erfolgt hauptsächlich zur Erledigung der Hausaufgaben. Die angegliederten Nebenräume bieten zusätzliche Möglichkeiten für Spiel, Rückzug und Erholung.
Die Kinder der Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „emotionale und soziale Entwicklung“ besuchen diese Einrichtung, weil sie schwerwiegende Verhaltensauffälligkeiten aufweisen, die sich insbesondere im sozialen Verhalten äußern und eine Beschulung in einer Regelschule erschweren oder zeitweise unmöglich machen. Häufig bestehen Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, diagnostizierte ADS- beziehungsweise ADHS-Symptomatiken sowie Defizite in den Bereichen Motorik, Koordination, Sprache, Wahrnehmung, Seh- und Hörvermögen. Diese Verhaltensauffälligkeiten sind oftmals Ausdruck einer psychosozialen Beeinträchtigung und erfordern eine gezielte Förderung des Sozialisationsprozesses in allen Bereichen des täglichen Lebens.
Das pädagogische Team des Hortes besteht aus vier Mitarbeitenden. Dazu gehören die Hortleitung, die stellvertretende Hortleitung, ein Diplom-Pädagoge und eine Erzieherhelferin. Die pädagogischen Fachkräfte begleiten die Kinder verlässlich durch ihre Hortzeit und stehen ihnen als feste Bezugspersonen zur Seite.
Inhalt der pädagogischen Arbeit ist die emotionale und soziale Förderung der betreuten Kinder. Ziel ist es, soziale Kompetenzen zu entwickeln, positive Werte zu vermitteln und die Kinder in ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen. Die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit psychosozialen Beeinträchtigungen berücksichtigt deren individuelle Bedürfnisse und besondere Entwicklungsbedingungen. Für die Arbeit im Hort bedeutet dies, differenziert, kontinuierlich und in einer friedvollen sowie entspannten Atmosphäre mit individuellen Methoden an den Förderzielen zu arbeiten.
Die Verhaltensauffälligkeiten der Kinder sollen soweit reduziert werden, dass eine Wiedereingliederung in die Heimatschule mit entsprechender Nachsorge, eine integrative Beschulung oder eine kooperative Betreuung an der Heimatschule möglichst frühzeitig erfolgen kann.
Für den Alltag im Hort bedeutet dies:
Die pädagogischen Fachkräfte knüpfen an die vorhandenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen der Kinder an und bauen diese gezielt aus, um deren positive Entwicklung zu fördern.
Eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Hort, Schule und Schulsozialarbeit ist die Grundlage für eine erfolgreiche pädagogische Arbeit mit den Kindern. Durch regelmäßigen Austausch können individuelle Entwicklungsverläufe, Verhaltensweisen und Unterstützungsbedarfe der Kinder gemeinsam betrachtet und abgestimmte Handlungsstrategien entwickelt werden.
Einmal monatlich findet eine gemeinsame Beratung zwischen Schulleitung, Schulsozialarbeit und Hortleitung statt. In diesem Rahmen werden aktuelle Entwicklungen, organisatorische Belange sowie pädagogische Fragestellungen besprochen und gemeinsame Absprachen getroffen.
Darüber hinaus erfolgt ein regelmäßiger Austausch zwischen dem Hortteam und den Lehrkräften. Dabei stehen insbesondere die schulische und soziale Entwicklung der Kinder, individuelle Förderbedarfe sowie die Abstimmung pädagogischer Maßnahmen im Mittelpunkt. Die enge Zusammenarbeit ermöglicht ein einheitliches pädagogisches Handeln und schafft für die Kinder verlässliche Strukturen im Schul- und Hortalltag.
Ziel der Kooperation ist es, die Kinder in ihrer emotionalen, sozialen und schulischen Entwicklung bestmöglich zu unterstützen und ihnen ein stabiles, wertschätzendes und förderliches Umfeld zu bieten.
Im Hort stehen insgesamt 38 Plätze für Kinder aus den Klassenstufen 1 bis 4 zur Verfügung. Die Betreuung der Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren erfolgt das pädagogische Team in einer verlässlichen und an den individuellen Bedürfnissen der Kinder orientierten Struktur.
Die Details zur Elternbeitragsordnung und zu den Platzkosten des Hort Borgsdorf entnehmen Sie bitte den untenstehenden PDF-Dokumenten. Außerdem finden Sie hier unseren Bedarfserfassungsbogen.