
Zu den Bereitschaften gehört auch unsere Rettungshundestaffel mit Sitz in Fürstenwalde. Unsere feinen Spürnasen sind regelmäßig bei der Personensuche gefragt. Hierbei unterscheiden wir zwischen zwei Bereichen:
Unsere geprüften Teams stehen für die Suche von vermissten Personen täglich rund um die Uhr auf Abruf durch die zuständigen Behörden zur Verfügung. Um unsere Hunde dauerhaft einsatzbereit halten zu können, treffen sich die Hundeführer mit den Tieren und trainieren. Mitmachen ist möglich – auch ohne Hund. Denn Helfende, die das Suchteam begleiten, werden ebenso benötigt.

Bei der Flächensuche wird in einem festgelegten Gebiet ohne Geruchsprobe nach Personen gesucht, die sich zum Beispiel beim Pilzesuchen oder Wandern verirrt haben. Die Hunde arbeiten frei – also ohne Leine. Das Mensch-Hund-Team sucht gemeinsam, aber mit dem erforderlichen Maß an Eigenständigkeit des Hundes. Findet der Hund eine Person, zeigt er diese seiner Hundeführperson durch Verbellen oder
Rückverweisen an.
Wenn ein Verbeller einen Menschen gefunden hat, setzt er sich neben ihn und bellt so lange, bis seine Hundeführperson zu ihm und damit zum gefundenen Menschen gekommen ist. Rückverweiser hingegen laufen nach dem Fund direkt zu ihrer Führperson zurück und zeigen ihr den Weg zum gefundenen Menschen. Da der Hund ohne Geruchsprobe gesucht hat, zeigt er alle Menschen an , die sich im Suchgebiet befinden.
Beim Mantrailing wird anhand einer Geruchsprobe nach einem bestimmten vermissten Menschen gesucht. Die Probe kann zum Beispiel von einem Kleidungsstück, einem Taschentuch, einer Bettdecke genommen werden. Ausgehend von dem Ort, an dem die Person das letzte Mal gesehen wurde, sucht der Hund nach dem aufgenommenen Geruch und folgt dann der Geruchsspur.
Der Einsatz eines Maintrailing-Teams erfolgt meist erst Stunden nach dem Verschwinden einer Person. Somit war die hinterlassene Spur der Person in der Zwischenzeit Wind und Wetter sowie
anderen Einflüssen ausgesetzt und hat sich dadurch verändert. Ist die Spur zum Beispiel verweht worden, folgt der Hund bei der Suche nicht eins zu eins dem ursprünglichen Weg des vermissten Menschen. Der Hund wird bei der Suche zwar an der Leine geführt, darf jedoch nicht durch die Leinenführung in seiner Wegewahl beeinflusst werden.

In der Staffel ist eine Vielzahl von Hunderassen zu finden. Ein gut ausgebildeter Hund ist in der Lage, Menschen bis auf eine Entfernung von einem Kilometer aufzuspüren. Ihn stören dabei weder Temperatur noch Lautstärke noch Lichtverhältnisse.
Personen, die mit ihrem Hund ein Rettungshundeteam werdenmöchten, müssen die allgemeine DRK-Einsatzkräfte-Grundausbildung und eine Sanitätsdienstausbildung absolvieren. Sie können damit auch im Rettungsdienst und für die Absicherung von Veranstaltungen eingesetzt werden. Zusätzlich sind hundespezifische Themen abzudecken wie Kynologie und Erste Hilfe beim Hund. Themen zur Orientierung im Gelände und Einsatzlogistik runden die Ausbildung ab. Am Ende der Ausbildung müssen Mensch und Hund ein eingespieltes Team sein, das sich gegenseitig vertraut.
Auch nach einer bestandenen Prüfung muss viel trainiert werden; in der Regel zwei Mal pro Woche. Alle zwei Jahre muss das Mensch-Hund-Team vor einer Prüfungskommission erneut seine Qualifikation unter Beweis stellen.
Du hast Interesse, bei uns dabei zu sein? Dann schreib uns einfach eine E-Mail.