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Wasserwacht Strausberg eröffnet modernisierte Wasserrettungsstation am Straussee

Katja Reinke, die eine Crowdfunding-Aktion gestartet hatte, überraschte Ortsgruppenleiter Falk Hoffmann (l.) und dessen Stellvertreter Christian Schirmer mit einem selbstgemachten Geschenk.
Die Eröffnungsveranstaltung fand auf der neuen Terrasse der Wasserrettungsstation statt.
der stellvertretende Präsident des Kreisverbandes, Lars Wendland (r.), und der Leiter der Wasserwacht-Ortsgruppe Strausberg, Falk Hoffmann

Die Wasserwacht Strausberg des DRK-Kreisverbandes Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V. hat am Samstag, 4. Juli, bei einem Festakt ihre neue Wasserrettungsstation offiziell in Dienst gestellt. Dank der Unterstützung durch Spenden und Fördermittel sowie dank außergewöhnlichen Engagements ihrer ehrenamtlich aktiven Mitglieder verfügt die Wasserwacht nun über deutlich verbesserte Bedingungen für Einsatz und Ausbildung.

Im Mittelpunkt des Projekts stand die Anpassung der neben dem städtischen Strandbad gelegenen Wasserrettungsstation am Fichteplatz an die veränderten Bedingungen am Straussee. Der sinkende Wasserstand hatten den bisherigen Bootssteg zunehmend unbrauchbar gemacht und die sichere Rettung von Personen erheblich erschwert. 

Uferbefestigung, Schwimmsteg, Treppe und Terrasse

Gemeinsam mit der Stadt Strausberg und der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft wurde deshalb eine umfassende Modernisierung umgesetzt. Es entstanden unter anderem eine neue Uferbefestigung, eine moderne Schwimmsteganlage, eine sichere Treppe sowie eine Terrasse, die künftig sowohl für den Einsatzdienst als auch für Ausbildung und Vereinsleben genutzt werden kann.

„Heute stellen wir nicht einfach nur eine modernisierte Außenanlage in Dienst. Wir feiern den Abschluss eines Projekts, das zeigt, was möglich wird, wenn öffentliche Hand, Unternehmen, Fördermittelgeber, Spender und Ehrenamtliche gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagte Falk Hoffmann, Ortsgruppenleiter der Wasserwacht Strausberg, in seiner Festrede.

Spenden, Fördergeld und Eigenmittel des Kreisverbandes

Die Investitionskosten für den durch den DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V. verantworteten Projektteil beliefen sich auf 71.400 Euro. Davon wurden mehr als 24.000 Euro durch projektbezogene Spenden und 10.000 Euro über Lotto-Fördermittel vom Land Brandenburg finanziert. Den verbleibenden Anteil übernahm der DRK-Kreisverband aus Eigenmitteln. 

Ortsgruppenleiter Falk Hoffmann dankte in seiner Ansprache auch der Stadt Strausberg und der Strausberger Wohnungsbaugesellschaft, die durch die Erneuerung der Uferbefestigung wesentliche Voraussetzungen für das Gesamtprojekt geschaffen hatten. Ebenso würdigte er die Unterstützung durch zahlreiche Unternehmen, Förderer und Spender. Namentlich erwähnte er Katja Reinke, die mit einer Crowdfunding-Aktion weitere Unterstützer gewinnen konnte.

Ehrenamtliche leisten mehr als 1300 Arbeitsstunden

Die finanzielle Unterstützung war das eine; doch auch ohne das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder der Wasserwacht Strausberg wäre es nicht gegangen. Sie investierten innerhalb eines Jahres zusätzlich zum regulären Einsatz- und Ausbildungsdienst mehr als 1300 Arbeitsstunden rund um die neue Anlage, zum Beispiel auch für eine Zaunanlage, einen neuen Geräteschuppen und die Installation eines Sonnensegels.

„Diese Stunden wurden nach Feierabend, an Wochenenden und im Urlaub geleistet. Solches Engagement zeigt, was Ehrenamt wirklich bedeutet: nicht darauf zu warten, dass etwas geschieht, sondern selbst anzupacken. Darauf bin ich unglaublich stolz“, betonte Falk Hoffmann. 

Stellvertretender Präsident Lars Wendland würdigt Engagement

Die enorme Tatkraft der aktiven Mitglieder würdigte bei der Eröffnung auch der stellvertretende Präsident des DRK-Kreisverbandes Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V., Lars Wendland. „Was hier geleistet wurde in der Freizeit, ist keine Selbstverständlichkeit. Hut ab, meinen großen Respekt, was hier entstanden ist“, sagte er. Lars Wendland rückte die Modernisierung der Wasserrettungsstation in Strausberg aber auch in einen größeren Zusammenhang: „Auch als ganzer Kreisverband sind wir sehr gut aufgestellt in den Bereichen Katastrophenschutz, Bevölkerungsschutz und Zivilschutz, und wir werden immer besser.“

Aus- und Fortbildung lief weiter

Die Wasserwacht Strausberg war während der umfangreichen Bauarbeiten jederzeit einsatzbereit geblieben und hatte ihre Aus- und Fortbildung fortgesetzt. Allein im ersten Halbjahr 2026 kamen nahezu 2000 Stunden Aus- und Weiterbildung zusammen. Dazu gehörten unter anderem Rettungsschwimm- und Bootsführerausbildungen, Sanitätsfortbildungen, BOS-Funk-Ausbildungen, Kinderschutzschulungen sowie die Ausbildung von Juniorretter*innen und Schnorchelschwimmer*innen.

Ortsgruppe feiert auch 35-jähriges Bestehen

Die neue Außenanlage der Wasserrettungsstation in Strausberg verbessert künftig nicht nur die Bedingungen für Wasserrettungseinsätze. Sie stärkt zugleich die Nachwuchsarbeit, die Ausbildung und das Vereinsleben der Wasserwacht-Ortsgruppe, die am Samstag gleichzeitig ihr 35-jähriges Bestehen feierte. Damit schafft sie die Grundlage dafür, dass die ehrenamtlichen Einsatzkräfte auch in Zukunft schnell und professionell Hilfe leisten können. „Heute können wir sagen: Wenn Menschen am Straussee unsere Hilfe brauchen, sind wir dafür noch besser vorbereitet als gestern“, so Falk Hoffmann.

Wasserwacht Strausberg