· Kinder und Familie

Lokales Bündnis für Familie startet bundesweites Projekt Notinsel in der Stadt Erkner

Bündnis-Koordinator Bernhard Schwiete, Bürgermeister Henryk Pilz, die Leiterin des Hortes Koboldland, Jessica Lewerenz, Schirmherr Jörg Vogelsänger und Bündnis-Koordinator Ronny Wuttke (v. l.) präsentieren das Notinsel-Logo und Plakate.
Schirmherr Jörg Vogelsänger, Hortleiterin Jessica Lewerenz und Bürgermeister Henryk Pilz (v. l.) haben den Notinsel-Aufkleber neben der Eingangstür des Hortes Koboldland angebracht.

In der Stadt Erkner gibt es neues Hilfesystem für Kinder im Notfall. Das Lokale Bündnis für Familie Erkner in Trägerschaft des DRK-Kreisverbandes Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V. hat das Projekt Notinsel ins Leben gerufen. Ab sofort finden Kinder im gesamten Stadtgebiet zwölf Notinseln, die Schutz und Hilfe bieten bei Bedrohung, Gefahren und Notlagen aller Art.

Das Projekt Notinsel gibt es deutschlandweit bereits seit 2002. Bundesweiter Träger ist die Deutsche Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel. Das Lokale Bündnis für Familie Erkner unter dem Dach des DRK-Kreisverbandes Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V. fungiert als regionaler Projektträger. 

Gefahren und (vermeintliche) Notlagen für Kinder können vielfältig sein. Bedrohung durch andere Kinder oder Jugendliche, gewalttägige Auseinandersetzungen oder aggressive Menschen und auch Tiere sind nach den Erfahrungen der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel Beispiele, warum Kinder Notinseln nutzen. Häufig gibt es zudem vermeintlich kleinere Notlagen, die Kindern Angst und Kummer bereiten wie der Verlust von Schlüssel, Portemonnaie oder Handy oder auch das Verlaufen in der eigenen Stadt. 

Gerade auch für diese Fälle gibt es in Erkner nun zwölf Notinseln, die als Anlaufstellen dienen und akut praktische Hilfestellung geben. Das kann ein vorübergehender Schutzraum sein, ein Pflaster, ein Anruf zu Hause oder in der Schule. Erkennbar sind die Notinseln durch einen Aufkleber mit dem Notinsel-Logo direkt im Eingangsbereich. Den Kindern in Erkner bekanntgemacht wird das neue Hilfesystem über eine Kooperation mit den Schulen in der Stadt.

Anlaufstellen im gesamten Stadtgebiet

Die zwölf Notinseln, die das Lokale Bündnis für Familie Erkner mit seinen Koordinatoren Ronny Wuttke und Bernhard Schwiete gewonnen hat, befinden sich nicht nur im Stadtzentrum im Bereich der Friedrichstraße, sondern verteilen sich auf das gesamte Stadtgebiet, damit die nächste Notinsel für Kinder möglichst immer in der Nähe ist. 

Unter den Notinseln befinden sich soziale Einrichtungen, Restaurants und Geschäfte des Einzelhandels, die regelmäßige Öffnungszeiten bieten. Für das Personal vor Ort gibt es, bereitgestellt von der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel, einen Handlungsleitfaden, was im Notfall zu tun ist und getan werden kann. 

Eine der Notinseln ist auch das Rathaus Erkner mit seinem Empfangstresen im Eingangsbereich. Im Rathaus nahm das Notinsel-Projekt für die Stadt Erkner ihren Ursprung. Im Jahr 2025 fasste die Stadtverordnetenversammlung einen Beschluss zu dessen Einführung. Die Stadtverwaltung ging daraufhin in den Austausch mit dem Lokalen Bündnis für Familie, das die Rolle des Projektträgers vor Ort übernahm. 

Die Liste der Notinseln ist erweiterbar

Die Zahl der Notinseln im Stadtgebiet ist erweiterbar. Einrichtungen, die gerne ebenfalls als Notinsel für Kinder fungieren wollen, können sich in jederzeit Verbindung setzen mit dem Lokalen Bündnis für Familie Erkner.

Die zwölf Notinseln in der Stadt Erkner:

  • Athletic Park – Sportstudio Erkner
  • Bechsteins Ristorante di Piano
  • DRK-Altenpflegeheim am Dämeritzsee
  • Edeka Center Große
  • Hort Koboldland
  • Jugendclub Zuhaus am See
  • Krümelland Stifte&Co
  • Maulbeer-Apotheke
  • McDonald’s Erkner
  • Punkt-Apotheke
  • Rathaus Erkner
  • Wohnungsgesellschaft Erkner

Kontakt Lokales Bündnis für Familie Erkner:

Ronny Wuttke und Bernhard Schwiete, Koordination, E-Mail info(at)familienbuendnis-erkner(dot)de, Telefon 01522 2711619 und 01520 6279984