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Franziska Vogt: Karriere im DRK-Kreisverband von der Praktikantin zur Kita-Leiterin

Seit Januar 2024 leitet Franziska Vogt die Kita "Sperlingshausen" in Rüdersdorf. Angefangen hat sie dort einst als Praktikantin. Am Samstag, 8. Juni, feiert sie mit ihren Kolleginnen, den Kindern und Gästen das 40-jährige Bestehen der Kita.

Was sie an ihrem Beruf begeistert, erklärt Franziska Vogt mit einem ganz einfachen, aber doch einprägsamen Satz: „Es ist die Liebe zu Kindern.“  Dann erläutert sie genauer, was hinter ihrem Antrieb steckt. „Kinder ein Stück zu begleiten, sich selbst zu finden, zu sehen, wie sie groß werden und sich selbst wahrnehmen, zu sehen, dass man einen guten Job gemacht hat, wenn sie schließlich das Nest verlassen.“

So beschreibt Franziska Vogt ihren Antrieb als Erzieherin. Das Nest, das die Kinder eines Tages verlassen, ist in ihrem Fall die Kita „Sperlingshausen“ des DRK-Kreisverbandes Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V. in Rüdersdorf.  Die Kita in der Neuen Vogelsdorfer Straße feiert am Samstag, 8. Juni, mit einem bunten Fest ihr 40-jähriges Bestehen. Franziska Vogt, 31 Jahre jung, ist seit Anfang des Jahres 2024 Leiterin der Einrichtung. Zuvor als stellvertretende Leiterin tätig, übernahm sie die Führung von Maria Rode, die seither als Kita-Praxisberaterin für alle 20 Kindertagesstätten des DRK-Kreisverbandes Teil der Fachbereichsleitung ist. 

Der Berufswunsch war ihr bereits nach der 10. Klasse klar

Hinter Franziska Vogt liegt ein geradliniger Weg. Nach der 10. Klasse verließ sie das Gymnasium in Rüdersdorf. „Mein Berufswunsch war mir da bereits klar.“ Am Oberstufenzentrum in Strausberg legte sich das Fachabitur im Bereich Sozialwesen ab, es folgte eine vollschulische Ausbildung. Ein dreimonatiges Blockpraktikum absolvierte sie dort, wohin sie später zurückkehren sollte: in der DRK-Kita „Sperlingshausen“ in Rüdersdorf. „Ich bin hier im Ort aufgewachsen, und ich kannte die Kita, die schon immer einen guten Ruf hatte.“ 

Fast schon logisch erscheint es da, dass Franziska Vogt nach ihrer Ausbildung in der Kita „Sperlingshausen“ als Erzieherin anfing – um im April 2023 zur Stellvertreterin aufzusteigen und nur acht Monate später die Leitung zu übernehmen. „Wir haben hier schon seit einigen Jahren ein neu aufgestelltes und verjüngtes Team, nachdem einige frühere Kolleginnen in den Ruhestand gewechselt sind“, sagt Franziska Vogt, die mit ihrem Mann und den drei Kindern in Rüdersdorf lebt. 

Zehn Erzieherinnen und eine Auszubildende gehören zum Team

Ihre Führungsrolle als Kita-Leiterin interpretiert sie so, wie sie es selbst bei ihrer Vorgängerin Maria Rode wahrgenommen hat. „Ich bin damals gut aufgenommen worden und habe meine Chance bekommen, ich konnte mich beweisen. So will ich es jetzt auch selbst handhaben: mit flachen Hierarchien, mit einer Führung, die von Fürsorge geprägt ist und immer ein offenes Ohr hat.“ Zu ihrem Team gehören aktuell zehn Erzieherinnen und eine Auszubildende. 

Am DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Havel-Spree e.V. als großem Kita-Träger mit 20 Kindertagesstätten in drei Landkreisen und der kreisfreien Stadt Frankfurt (Oder) schätzt Franziska Vogt die Möglichkeiten mit einer mehrköpfigen Fachbereichsleitung und Praxisberatung. „Ich spüre hier ein gutes Vertrauensverhältnis und erlebe eine wertschätzende Zusammenarbeit.“

Alle 93 Kinder kennt sie mit Namen

In der Rolle der Kita-Leiterin ist Franziska Vogt einen großen Teil ihrer Zeit mit administrativen Aufgaben beschäftigt. „Ich nehme mir aber nach wie vor die Zeit für die Arbeit direkt an den Kindern und gehe auch mal in die Gruppen“, erzählt sie von ihrem Alltag. Alle derzeit 93 Kinder in der Kita „Sperlingshausen“ kennt sie mit Namen, und ebenso die Eltern. 

Für die Zeit nach der Feier zum 40-jährigen Bestehen der Kita „Sperlingshausen“ hat sich Leiterin vorgenommen, das Konzept der Kita zu überarbeiten und in der Folge neue Arbeitsschwerpunkte zu setzen. „Wir wollen dabei unser Bild vom Kind hinterfragen und überdenken. Am Ende geht es um Mitbestimmungsrechte, die wir den Kindern geben wollen und damit um einen ersten Schritt demokratischer Teilhabe. Das soll auch ein Thema sein, das uns besonders macht und uns von anderen Kitas abhebt.“ 

Auch das soll dazu beitragen, dass der Kita-Alltag für alle Beteiligten immer spannend bleibt. „Kinder sind so fantasievoll. Sie machen einfach, ohne Ängste, ohne Scheu. Das finde ich so faszinierend an ihnen“, sagt Franziska Vogt. 

40 Jahre Kita Sperlingshausen am 8. Juni         

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