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Zyklon Fani bedroht Menschen in Südindien und im größten Flüchtlingslager der Welt in Bangladesh (vom 04.05.2019)
Zyklon „Fani“, der mit Spitzengeschwindigkeiten von fast 200 Stundenkilometern am Freitag auf die indische Ostküste getroffen ist und schwere Schäden verursacht hat, bedroht auch rund 59 Millionen Menschen in Bangladesch, darunter auch die Region um Coxs Bazar. Dort leben fast eine Million Menschen aus Myanmar im größten Flüchtlingslager der Welt. „Tausende Helfer des Roten Halbmondes und des Roten Kreuzes sind schon seit Tagen im Einsatz, um die Menschen in Bangladesch auf den schweren Wirbelsturm vorzubereiten. Die Flüchtlinge aus Myanmar sind besonders gefährdet, weil sie meist in ganz einfachen Hütten aus Bambus und Plastikplanen leben“, sagt Christof Johnen, Leiter Internationale Zusammenarbeit beim Deutschen Roten Kreuz.
Bangladesch, mit insgesamt 165 Millionen Menschen eines der bevölkerungsreichsten Länder der Erde, ist durch seine Lage besonders anfällig für tropische Wirbelstürme. "Acht der zehn tödlichsten tropischen Zyklone weltweit haben sich im Golf von Bengalen gebildet. Vor allem die Jahreszeit zwischen April und Juli ist für schwere Wirbelstürme bekannt", sagt Johnen.

Im Jahr 1970 hatte der Zyklon Bhola in der Umgebung der Stadt Chittagong zwischen 300.000 und 500.000 Todesopfer gefordert. Daher hatte sich das DRK schwerpunktmäßig in den Jahren 1996 bis 2006 am Golf von Bengalen im Süden Bangladeschs und an der Ostküste Indiens im Bundesstaat Odisha mit Katastrophenvorsorgeprogrammen engagiert. In den vergangenen Tagen hatten Freiwillige des Bangladeschischen Roten Halbmondes vorsorglich ihre Katastrophenteams in der Region Coxs Bazar aktiviert und die Bevölkerung auf den Wirbelsturm vorbereitet. Außerdem wurden die Kontingente an Hilfsgütern wie Plastikplanen, Schlafsäcke, Werkzeug und Hygieneartikel aufgestockt. Das Deutsche Rote Kreuz ist mit eigenen Helfern vor Ort und unterstützt seit mehr als anderthalb Jahren den Roten Halbmond bei der Unterbringung, medizinischen Betreuung und Trinkwasserversorgung der Flüchtlinge aus dem Nachbarland Myanmar.

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